Krakaufahrt 2026

Krakaufahrt 2026

Gestartet sind wir am 1. März mit dem Zug von Hannover nach Krakau mit einem kurzen Umstieg in Leipzig. Die anschließende Zugfahrt durch Polen war nicht nur szenisch sehr schön anzusehen, es sind auch tolle und vielfältige Gesprächsthemen aufgekommen. Zusätzlich wurden viele Spiele gespielt, gelacht und auch ein wenig geschlafen. Als wir dann in Krakau ankamen, war es bereits dunkel und nach einem kurzen Weg durch Krakau konnten wir endlich ins Hotel einchecken. Anschließend sind wir in verschiedenen Kleingruppen noch etwas essen gegangen und danach sehr müde ins Bett gefallen. Schließlich mussten wir auch ordentlich Schlaf sammeln, da wir am nächsten Tag das Stammlager Auschwitz besucht haben.

Dafür sind wir erstmal mit dem Zug nach Oswiecim gefahren. Angekommen in Oswiecim mussten wir noch einen kurzen Weg zurücklegen und haben dann im neuen Touristen-Center des Stammlagers unsere Führung durch das Lager angetreten. Diese war sehr interessant und gleichzeitig anstrengend, sodass wir zum Ende der Führung alle ziemlich kaputt waren. Außerdem ist uns aufgefallen, dass das Stammlager mittlerweile viel weniger als eine Gedenkstätte dient und stattdessen mehr zu einer touristischen Attraktion geworden ist.

Nach all den vielen, teilweise auch heftigen Eindrücken, haben wir die Zugfahrt zurück genutzt, um etwas nachzudenken und mit anderen zu reden. Nach einer ausführlichen Reflexion mit den Lehrkräften im Hotel hatten wir abends noch etwas Freizeit, um uns etwas zu Essen zu besorgen und um auf andere Gedanken zu kommen.

Am nächsten Tag stand dann die nächste Führung an – diesmal durch Auschwitz-Birkenau. Dazu sind wir wieder nach Oswiecim mit dem Zug gefahren und zum Lager gelaufen. Dabei haben wir gemerkt, wie groß der Abstand zwischen den beiden Lagern eigentlich ist. Auch bei der Führung hat uns die schiere Größe des Lagers sehr überrascht, da wir nicht erwartet haben, dass es wirklich so riesig ist. Wie die Führung am Vortag war auch diese sehr spannend und eindrücklich. Zudem kam hinzu, dass wir wirklich sehr lange Wegstrecken zurückgelegt haben und so waren wir am Ende der Führung auch körperlich ziemlich geschafft. Nach der Zugfahrt zurück und einer weiteren Reflexionsrunde im Hotel hatten wir wieder Freizeit und sind noch ein wenig durch Krakau gelaufen, bevor wir dann wieder ins Hotel zurückgekehrt sind und schlafen gegangen sind.

Am Mittwoch haben wir uns früh auf den Weg gemacht, um das jüdische Viertel Kazimierz zu besuchen. Das Wetter war wirklich schön, also perfekt für unseren Spaziergang. Vor Ort haben wir dann unsere Challenge bekommen: eine Rallye. In Teams haben wir verschiedene Orte im Viertel gesucht und fotografiert, damit wir uns die Ergebnisse zusammen anschauen konnten. Dabei haben wir viel über das jüdische Viertel gelernt und hatten gleichzeitig auch viel Spaß. Gegen Mittag haben wir uns alle auf dem Marktplatz getroffen, um unsere Ergebnisse zu zeigen und um etwas zu essen. Danach hatten wir Freizeit, die wir unterschiedlich gestalten konnten. Viele sind shoppen gegangen, manche spazieren und manche sind noch in Kazimierz geblieben.

Am Abend haben sich viele in verschiedenen Gruppen in den Zimmern getroffen, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen. An Tag 4 ging es wie die letzten Tage wieder früh los. Wir haben uns das ehemalige KZ-Gelände von Plaszow angeschaut. Das Wetter war wunderschön, was den Spaziergang zwar anstrengender, aber auch schöner machte. Wir haben uns alle viel unterhalten, und zwar auch mal mit Leuten, mit denen man ansonsten selten Kontakt hat. Am Ende unseres gemeinsamen Tages sind wir auf den Krak-Hügel gewandert, auf dem man eine schöne Aussicht über die ganze Stadt hat. Dort haben wir noch Gruppenfotos gemacht und den Plan für den späteren Abend besprochen.

Gegen Mittag durften wir uns wieder in Kleingruppen selbstständig in der Stadt bewegen, um noch ein paar Sachen zu shoppen oder ein Eis zu essen. Da dies unser letzter richtiger Tag in Krakau war, haben wir uns mit dem ganzen Kurs und den Lehrkräften in einem Restaurant getroffen, um über unsere Erfahrungen während der Fahrt zu sprechen. Wir sind dann alle zurück ins Hotel gegangen und haben den Rest unserer Sachen zusammengepackt, da wir am nächsten Tag wieder abgereist sind.

Am Freitag ging es für uns um 07:45 Uhr zum Frühstück, damit wir uns eine Stunde später auf den Weg zum Bahnhof machen konnten. Am Bahnhof angekommen hatten wir noch kurz Zeit, um uns Essen für die Fahrt zu holen, bevor es um 09:55 Uhr mit dem ersten Zug in Richtung Leipzig ging. Während der Fahrt haben wir versucht, uns die Zeit durch Spiele, Gespräche, Musik und Schlafen zu vertreiben. Nach knapp 7 Stunden haben wir unser erstes Ziel erreicht und waren endlich in Leipzig. Nach einer Umstiegszeit von einer halben Stunde konnten wir in den Zug nach Hannover einsteigen. Nach ein bisschen Verspätung kamen wir am Bahnhof an und konnten nach einer Woche unsere Familien wieder in den Arm nehmen. Zum Abschluss haben wir uns noch voneinander verabschiedet.

Zum Schluss können wir alle sagen, dass wir eine schöne Zeit hatten und wir sehr dankbar für die Erfahrungen und die Aktivitäten sind, die die Lehrkräfte für uns geplant haben. Es war eine tolle Fahrt mit vielen Gesprächen, Witzen und neuen Verbindungen. Wir haben alle viel aus dieser Fahrt gelernt und wir haben alle nur positive Erfahrungen und Gefühle mit nach Hause genommen. Jeder, der die Möglichkeit hat, an der Fahrt teilzunehmen, sollte sie nutzen, da man so eine Chance vielleicht nie wieder bekommt.

Von Cati Rohloff und Mattis Bennigsen