Insgesamt 191 Schulen aus ganz Deutschland hatten sich für den KI Schulpreis 2025 beworben, der am Freitag in Heilbronn verliehen wurde. Die Ernst Reuter Schule aus Pattensen belegte dabei den mit 5.000€ dotierten dritten Platz in der Kategorie „Teilkonzept“.
Beworben hatte sich die Schule mit dem in Jahrgang 8 eingeführten Fach Cyberethik, in dem die Schüler*innen sich mit den gesellschaftlichen Folgen von Künstlicher Intelligenz auseinandersetzen. Behandelt werden Themen wie Fake News, Cyber Grooming und die Klimafolgen des KI-Einsatzes – Bereiche, in denen die Schüler*innen eine kritisch reflektierende Haltung benötigen. In der Laudatio wurde besonders der Fokus auf die ethischen Grundsätze hervorgehoben: Das Fach Cyberethik einzuführen sei ein politischer Akt, bei dem KI nicht als Spielerei verstanden, sondern als Realität der Schüler*innen ernst genommen werde, so Jury-Mitglied Dr. Lea Schulz. Auch die niedersächsische Bildungsministerin Julia Willi Hamburg machte in ihrer Grußbotschaft deutlich, wie wichtig es ist, dass KI zur Demokratiebildung beitrage.
Und wie soll es mit dem Fach Cyberethik an der Erst-Reuter-Schule weitergehen? „Als nächstes wollen wir den Spielraum des niedersächsischen Freiräumeprozesses nutzen, um in einem ähnlichen Format auch in der Oberstufe die ethischen Fragen der KI-Nutzung zu diskutieren“, so Ann-Kathrin Kallies, Leiterin des DigiPäd-Teams, das das Fach Cyberethik entwickelt und implementiert hat.
Hintergrund:
Der KI-Schulpreis 2025 wurde von einem Verbund aus der Dieter Schwarz Stiftung, der Telekom Stiftung und der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ verliehen. Prämiert wurden Schulen, die umfassende oder spezifische KI-Konzepte für den Unterricht, die Förderung oder die Schulorganisation entwickeln und umsetzen.
Text/Bilder: Söl
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