Am 10.04.2026 besuchten die Reli- und Werte-und-Normen-Kurse des 9. Jahrgangs verschiedene Gotteshäuser: die IGMG-Moschee Ayasofiia in der Hannover-Nordstadt, die liberale Synagoge in Hannover-Herrenhausen, die Vien-Giac-Pagode, das Tibet-Zentrum sowie die Wat-Dhammavihara-Pagode.
Hier einige Einblicke:
In der Moschee wurden wir von unserem Betreuer Herrn Yavuz empfangen. Zunächst fiel uns der „Männereingang“ auf, den wir jedoch alle nutzen durften. Nach dem Ausziehen der Schuhe gingen wir in den Gebetsraum im ersten Stock und konnten uns zunächst frei umsehen. Viele von uns besuchten zum ersten Mal eine Moschee und waren überrascht von den bunten Fenstern im Inneren, da das Gebäude außen schlicht wirkte.
Anschließend erklärte Herr Yavuz die Elemente des Gebetsraums, Gemeinsamkeiten aller Moscheen weltweit sowie Gebetszeiten und -abläufe. Interessant waren auch Vergleiche zu anderen Gotteshäusern. Im Islam solle nichts zwischen Allah und den Menschen stehen, weshalb es keine Bilder oder Symbole an den Wänden gebe. Außerdem lernten wir, wie wichtig Gemeinschaft im Islam ist: Viele Menschen treffen sich in der Moschee, feiern dort Feste und nutzen sie auch als Rückzugsort zum Lesen oder Ausruhen. Herr Yavuz betonte zudem, dass alle Menschen gleich viel wert seien. Er erklärte außerdem, warum Männer und Frauen getrennt beten und unterschiedliche Kleidungsvorschriften gelten.
Sehr individuelle Fragen beantwortete er eher allgemein, da solche Themen im Islam häufig von einem Rat religiöser Oberhäupter entschieden werden. Deshalb blieben einige Fragen offen, obwohl Herr Yavuz sich sehr bemühte.
Wir, die WuN-Kurse von Frau Jollet und Frau Mitic, trafen uns am Morgen vor der Synagoge in Hannover, hier fiel uns schon auf, dass diese von der Polizei bewacht wurde. Innen erklärte uns ein Jude der Gemeinde, dass dies am Antisemitismus liege und der auch in Hannover stark zu spüren sei. Insgesamt konnten wir viel entdecken. Zunächst erzählte er uns einiges zum Judentum und zum Aufbau der Synagoge. Später durften wir diese dann auch selbstständig betreten. Hierbei mussten die Männer eine Kippa aufsetzen. Es war sehr spannend, weil wir sogar eine echte Thora sehen konnte und uns der Mann auch daraus auf Hebräisch vorgelesen hat. Überrascht hat uns auch der Preis einer Thora. Diese können bis zu 100.000€ kosten. Die meisten liegen aber bei 40.000-60.000€. Generell hat sich der Mann viel Zeit für uns genommen und alle unsere Fragen beantwortet.
Wir die Religionskurse von Frau Helms und Frau Henze aus dem 9. Jahrgang besuchten die Vien-Giac-Pagode in Hannover besucht. Dort sind wir gegen 10 Uhr angekommen und wurden direkt von einem Buddhisten freundlich empfangen, der uns später auch durch die Pagode geführt hat.
Trotz des schlechten Wetters hat uns der Mann zuerst die große Buddha-Statue im Außenbereich gezeigt. Er erklärte uns, dass Buddha früher Siddhartha Gautama hieß, bevor er den Namen „Buddha“ annahm. Außerdem sollten wir raten, aus welchem Land die Statue stammt. Wir haben viele verschiedene Länder genannt, aber niemand kam auf Thailand.
Danach durften wir endlich hineingehen, was bei dem kalten Wetter eine Erleichterung war. Vor dem Betreten mussten wir alle unsere Schuhe ausziehen, da dies in einer Pagode ein Zeichen von Respekt ist. Drinnen zeigte uns der Mann die verschiedenen Räume und erklärte uns die Bedeutung der vielen Gegenstände und vergoldeten Buddha-Statuen. Er erzählte uns außerdem, warum die Statuen vergoldet sind und wofür die einzelnen Räume genutzt werden. Besonders spannend war es zu erfahren, wie Buddhisten dort beten, meditieren und ihre Religion ausleben. Auch konnten wir ihm die ganze Zeit fragen stellen, was auch ziemlich cool war.
Am Ende unseres Besuchs gingen wir noch in den großen Gebetsraum. Dort durften wir für eine Minute meditieren. Obwohl es eigentlich nur eine Minute war, fühlte es sich deutlich länger an. Es war eine interessante Erfahrung, einmal selbst zur Ruhe zu kommen und die besondere Atmosphäre des Raumes zu erleben. Insgesamt war es ein sehr schöner und interessanter Ausflug, bei dem wir viel über den Buddhismus und die Kultur gelernt haben.
Verfasser: SuS des 9. Jahrgangs



