In der letzten Woche hatten wir die Möglichkeit, an einer Klosterfahrt teilzunehmen, die sich intensiv mit dem Thema Stress und Stressbewältigung beschäftigt hat. Was zuerst vielleicht nach Ruhe, Stille und Verzicht klang, stellte sich schnell als eine sehr bereichernde, entspannende und überraschend schöne Erfahrung raus, die wir definitiv weiterempfehlen können.
Schon zu Beginn der Fahrt wurden wir dazu angeregt, uns bewusster mit uns selbst auseinanderzusetzen. Durch achtsame Übungen, wie einen Spaziergang über das Klostergelände, welches durch seine Lage im Harz ein idealer Ort dafür war, gingen wir auf Fragen ein wie: „Wie geht es mir gerade?“, oder „Was stresst mich in meinem Alltag?“ Gleichzeitig nahmen wir unsere Umgebung bewusster wahr und lernten, kleine Dinge in der Natur wertzuschätzen. Diese ersten Eindrücke halfen vielen von uns, Abstand vom Schulalltag zu gewinnen und innerlich zur Ruhe zu kommen.
Im Verlauf der Woche beschäftigten wir uns intensiver mit den Ursachen von Stress. Dabei ordneten wir persönliche Probleme und Stressfaktoren, um besser zu verstehen, was uns im Alltag belastet. Ergänzend dazu lernten wir, was Stress eigentlich ist, wie er entsteht und welche Auswirkungen er auf uns physisch und psychisch hat. Dieses Wissen machte deutlich, wie wichtig ein bewusster Umgang mit Stress ist.
Ein zentraler Bestandteil der Fahrt war die Arbeit mit positiven Affirmationen und Mantras. Jeder suchte sich einen Satz aus, der ihn individuell stärkt und Mut gibt. Diese Affirmationen begleiteten uns durch die gesamte Woche. Außerdem gab es freiwillige Morgen- und Abendgebete in der Klosterkirche, die eine ruhige und gemeinschaftliche Atmosphäre schufen.
Auch der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe wurde gezielt gestärkt. Durch das tägliche Wichteln, bei dem man mit seiner ausgelosten Person bewusst ein Gespräch suchte oder ein Kompliment machte. Viele Konversationen wurden dadurch offener und persönlicher.
Neben den inhaltlichen Einheiten zur Resilienz, Gelassenheit und Zuversicht hatten wir immer wieder Zeit, um bewusst zu entspannen und kreativ zu werden. Dabei konnten wir aus verschiedenen Angeboten wie Yoga, Diamond Painting, Tanzen, Mandalas, Häkeln, Origami oder anderen kreativen Tätigkeiten wählen, welche einen guten Ausgleich zum Alltag boten.
Auch abends hatten wir viel Spaß mit unseren Freunden: Von gemeinsamen Spaziergängen, zu intensiven Gesprächen hin zu Spielerunden mit Frau Owczarek und Frau Jollet war alles dabei.
Außerdem haben wir uns mit unseren eigenen Stärken beschäftigt und uns gegenseitig positives Feedback gegeben, was für uns eine sehr wertvolle Erfahrung war. Besonders das Gestalten der Visionboards ist im Gedächtnis geblieben, da wir dort unsere Wünsche, Ziele und Werte festhalten konnten. Dadurch wurden wir dazu angeregt bewusster über die Zukunft nachzudenken und haben neue Motivation aus dieser Woche gewonnen.
Am Ende der Klosterfahrt blickten wir gemeinsam auf die vergangene Woche zurück. Dabei wurde deutlich, wie viel wir über uns selbst gelernt haben und wie gut uns die Zeit im Kloster getan hat. Schlussendlich war die Fahrt eine sehr wertvolle Erfahrung, die uns gezeigt hat, wie wichtig es ist, bewusst mit Stress umzugehen und sich Zeit für sich selbst zu nehmen.
Von Anastasia Dethaye und Linea Ochse