Vom 03. bis zum 05. Dezember 2025 fanden im Real- und Hauptschulzweig des 10. Jahrgangs die diesjährigen Fachtage zum Thema Identität in den Fächern Religion sowie Werte und Normen statt. Drei Tage hatten die Schüler*innen die Möglichkeit, sich intensiv, kreativ und handlungsorientiert und projektartig mit zentralen Fragen ihres eigenen Lebens auseinanderzusetzen.
In den Werte und Normen Kursen stand das Thema Vielfalt im Mittelpunkt. Zu Beginn der Fachtage rückten jedoch zunächst die eigenen Erfahrungen und individuellen Lebenswege der Jugendlichen in den Fokus. Die Schüler*innen beschäftigten sich mit Fragen wie: „Wer bin ich eigentlich?“, „Was macht mich als Mensch aus?“, „Inwiefern unterscheidet sich meine Online-Identität von meinem realen Ich?“ sowie „Welche Stärken und Schwächen habe ich?“
Aus diesen Impulsen entstanden persönliche und kreative Collagen, die eindrucksvoll zeigten, wie vielfältig und einzigartig jede einzelne Identitätsgeschichte ist.
Daran schloss sich ein praktischer Teil an, der die kulturelle Vielfalt der Lerngruppen in besonderer Weise sichtbar machte. Die Kurse von Frau Lausch und Frau Sassenberg bereiteten internationale Gerichte zu: Von herzhaften Speisen über süße Spezialitäten bis hin zu traditionellen Familienrezepten war alles dabei. Die Ergebnisse wurden nicht nur gemeinsam verkostet, sondern in einem eigenen Kochbuch festgehalten. So entstanden kulinarische Einblicke in unterschiedliche Herkunftsländer und Lebenswelten, die die Gruppe erlebbar miteinander verbanden.
Der Religionskurs von Herrn Nolte rückte ein Thema in den Mittelpunkt, das im Alltag häufig ausgeblendet wird und dennoch jeden Menschen betrifft: Tod und Trauer. Mit viel Sensibilität und Offenheit setzten sich die Schüler*innen in kreativen Stationen mit verschiedenen Aspekten dieses Bereichs auseinander. Sie beschäftigten sich mit Jenseitsvorstellungen verschiedener Religionen, lernten Trauerphasen und Rituale kennen, verfassten eigene „Bucket Lists“ und diskutierten moderne Formen des Gedenkens wie z.B. QR-Codes auf Grabsteinen.
Ein besonders eindrucksvoller Moment war der Besuch des Stadtfriedhofs in Stöcken. Die Begegnung mit realen Abschieds- und Erinnerungsorten hinterließ bei den Jugendlichen einen bleibenden Eindruck und vertiefte das Verständnis für die Bedeutung von Trauerkultur.
Darüber hinaus besuchte Sabine Schmidt, Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes Hannover, die Schule. Sie berichtete authentisch und einfühlsam von ihrer Arbeit und gab Einblicke in die Begleitung schwerkranker Menschen und ihrer Angehörigen. Die Schüler*innen hatten zudem die Möglichkeit all ihre Fragen zu Tod, Sterben und Abschiednehmen loszuwerden.
Insgesamt waren dies drei sehr ereignisreiche, spannende und auch intensive Tage, die die Kurse zum einen nachhaltig geprägt und zum anderen auch untereinander noch näher zusammengebracht hat.
Text/Bilder: Jol/Fan













